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Ungesunde Beziehungsdynamiken erkennen

Dynamiken in Affären und Dualseelenverbindungen

Affären und Dualseelenverbindungen sind von Gefühlen geprägt, die tiefer gehen als alles, was die meisten Frauen vorher kannten. Genau deshalb sind sie so schwer zu durchschauen.

Denn Intensität wird leicht mit Richtigkeit verwechselt. Und je stärker es weh tut, desto überzeugter sind viele, dass es Bestimmung sein muss.

Der Unterschied zwischen
Tiefe und Dynamik

Eine tiefe Verbindung erkennst du daran, dass du in ihr ruhiger wirst. Nicht langweiliger. Ruhiger.

Eine Dynamik erkennst du daran, dass du in ihr unruhiger wirst. Dass du ständig deuten musst. Dass du dein Verhalten anpasst, um eine Reaktion zu bekommen.

Das ist der einfachste Prüfstein, den ich kenne. Frag dich nicht, ob du ihn liebst. Frag dich, wie es dir geht, seit du ihn kennst.

Liebe macht dich nicht kleiner. Wenn du schrumpfst, ist es keine.

Die vier Muster,
die ich am häufigsten sehe

Nähe und Distanz

Er kommt, wenn du gehst. Er geht, wenn du kommst. Und du merkst irgendwann, dass du dich nur zurückziehen musst, damit er sich meldet.

Das Fatale daran: Es funktioniert. Und weil es funktioniert, machst du es wieder. Damit bist du in einem Spiel, in dem es keine Nähe geben kann, weil jede Annäherung sofort die Flucht auslöst.

Die Retterin

Er hat eine schwere Geschichte. Eine schwierige Ehe, eine harte Kindheit, eine Phase, in der gerade alles zu viel ist.

Und du wirst die Einzige, die ihn wirklich versteht. Das fühlt sich bedeutend an. Es ist aber eine Falle, denn eine Frau, die gebraucht wird, wird selten geliebt. Sie wird benutzt, und meistens ohne böse Absicht.

Die Hoffnung auf morgen

Es gibt immer einen Grund, warum es jetzt gerade nicht geht. Und immer einen Zeitpunkt, an dem es anders wird. Nach der Trennung. Nach dem Umzug. Wenn die Kinder größer sind.

Prüf einmal ehrlich, wie viele dieser Zeitpunkte schon vergangen sind.

Die Abwertung im Kleinen

Nicht laut, nicht offensichtlich. Ein Kommentar über dein Aussehen, der als Scherz verpackt ist. Ein Zweifel an deiner Wahrnehmung. Ein „so schlimm war das doch gar nicht".

Diese Form ist die gefährlichste, weil sie sich nicht benennen lässt. Du kannst niemandem erzählen, was passiert ist, ohne dass es kleinlich klingt. Und genau deshalb bleibst du damit allein.

Warum du es
nicht früher gesehen hast

Weil du nicht dumm bist, sondern gebunden.

In einer intensiven Verbindung schaltet dein System auf Bindung. Alles, was diese Bindung gefährdet, wird weggeschoben. Das ist keine Charakterschwäche, das ist ein uralter Schutzmechanismus.

Deshalb hilft es auch nicht, wenn Freundinnen dir sagen, was Sache ist. Du hörst es und kannst es nicht annehmen, solange dein System im Bindungsmodus ist.

Wenn du daraus aussteigen willst

Im Queen's Call schauen wir uns an, in welchem Muster du gerade steckst und was der nächste Schritt ist. Ohne Bewertung und ohne dass du dich rechtfertigen musst.

Queen's Call ansehen

Der Ausstieg

Zuerst benennen

Schreib auf, was tatsächlich passiert ist. Nicht wie es sich angefühlt hat, sondern was war. Wer hat sich wann gemeldet. Was wurde versprochen, was gehalten.

Diese Liste ist unangenehm und sie ist das wirksamste Mittel, das ich kenne. Denn Gefühle lassen sich umdeuten, Daten nicht.

Dann den Kontakt regeln

Nicht „ich melde mich nicht mehr" als Vorsatz. Sondern konkret: Nummer blockiert oder nicht. Wenn nicht blockiert, dann wann liest du und wann nicht.

Vorsätze halten nicht. Regeln halten.

Und dann die eigentliche Arbeit

Die Frage, die am Ende zählt, ist nicht, warum er so ist. Die Frage ist, was in dir diese Dynamik so vertraut gemacht hat, dass du sie nicht als Alarm erkannt hast.

Diese Frage tut weh. Sie ist auch die einzige, deren Antwort dich davor bewahrt, dieselbe Geschichte mit einem anderen Namen noch einmal zu erleben.